Man würde Hunderttausende oder sogar Millionen von Leben retten, indem man gewisse Länder wieder zu Kolonien macht, zum Beispiel Nigeria, Syrien oder Somalia. Sicher, der Kolonialismus war schlimm, aber das, was danach kam, ist in einigen Fällen deutlich schlimmer.

Gleich nach meiner Ankunft in Indien ergriff ich auf der ersten von mir entdeckten Insel mit Gewalt einige ihrer Bewohner, damit sie lernen und mich informieren sollten, über das, was es in diesen Gegenden gab. Und so verstanden sie uns bald, und wir sie, durch Sprache oder Zeichen, und sie waren sehr nützlich. Ich habe sie immer noch bei mir und sie sind sich sicher, dass ich vom Himmel komme.

Die Polizei kommt, um unsere Mieten einzutreiben. Die Schutzinstitution für Aboriginals findet, dass es wichtig ist für colored Menschen, ihre Miete zu bezahlen. Aber weiße Menschen haben nie daran gedacht, Miete zu bezahlen für das ganze Land, dass sie von unseren Vorfahren weggenommen haben.

Nun wollen wir in Schiffen über das Meer fahren, da und dort ein junges Deutschland gründen, es mit den Ergebnissen unseres Ringens und Strebens befruchten, die edelsten, gottähnlichsten Kinder zeugen und erziehen: wir wollen es besser machen als die Spanier, denen die neue Welt ein pfäffisches Schlächterhaus, anders als die Engländer, denen sie ein Krämerkasten wurde. Wir wollen es deutsch und herrlich machen […]

Von XXXX bis XXXX [sind] über drei Millionen Menschen durch Krieg, Versklavung und die Minen ums Leben gekommen. Wer in den zukünftigen Generationen wird das glauben? Ich selbst, der das als ein sachkundiger Augenzeuge aufschreibt, kann es kaum glauben.

Warum wollt ihr uns zerstören, die euch mit Essen versorgen? (…) Wir sind unbewaffnet und gewillt das zu geben, nachdem ihr fragt, wenn ihr euch freundlich benehmt. Denn wir sind nicht so naiv, dass wir nicht wissen, dass es sehr viel besser ist, gutes Fleisch zu essen, gut zu schlafen, ruhig zu Leben mit meinen Frauen und Kindern, zu lachen und fröhlich zu sein mit den Engländern und mit ihnen (…) zu handeln als vor ihnen wegzulaufen und kalt in den Wäldern zu liegen, sich von Eicheln, Wurzeln und solchem Müll zu ernähren und so gejagt zu sein, dass ich weder essen noch schlafen kann.

[Sowohl] die Verbesserung des Gesundheitswesens und damit die einschneidende Senkung der Sterblichkeitsraten (…) als auch die Expansion des Bildungswesens [sind] zwei positive Ausprägungen des Kolonialismus in Afrika. (… ) Außerdem hat sie den sozialen und kulturellen Wandel in der Region beschleunigt. (…) Kolonialherrschaft (…) konnte den Vorrang lokaler sozialer Identitäten – wie den der Familie, der Dorfgemeinschaft, des Clans, der Altersgruppe und der Volksgruppe – vor abstrakteren, allgemeineren Identitäten wie die der Nation nicht beenden.

Hochedler Bruder und Kapitän Maharero! Wir möchten doch gern hören, was eigentlich deine Gedanken sind über die Absichten Palgraves und sein Ersuchen, uns in ein Bündnis mit ihm zu begeben. Wir haben mit Genugtuung vernommen, dass auch du ganz dagegen warst, dich in ein solchen Bündnis mit ihm einzulassen. Nun sieh, es ist unser fester Entschluss, dass wir unser Land und Volk behalten wollen, es möge gehen, wie es will. Wir werden wie ein Mann für unser Land einstehen. Darum ersuchen wir dich, uns deine Stellungnahme durch einen Brief kundzutun. (…) Man versucht uns auseinander zu halten.

Wir dürfen in der Kolonialpolitik nicht einen rein negativen Standpunkt einnehmen, sondern wir müssen eine positive sozialistische Kolonialpolitik treiben. (Publikum: Bravo!) Wir müssen von der utopischen Idee abkommen, die dahin geht, die Kolonien zu verkaufen. Die letzte Konsequenz dieser Anschauung wäre, dass man die Vereinigten Staaten den Indianern zurückgäbe. (Publikum: Unruhe.) Die Kolonien sind da, damit muss man sich abfinden.

Wie Sie alle wissen, war unser Land einmal eine deutsche Kolonie. Die Deutschen begannen zuerst im Jahre XXXX, das Land zu besetzen. Fünfzehn Jahre lang, zwischen XXXX und XXXX, kämpfte mein Volk verzweifelt mit Pfeil und Bogen, mit Speeren und Keulen, mit Messern und rostigen Flinten, um die Deutschen nicht hereinzulassen. (…) In der berühmten Maji-Maji-Rebellion, versuchte es mein Volk ein letztes Mal, die Deutschen zu vertreiben (…). Die Menschen kämpften, weil sie nicht an das Recht des weißen Mannes glaubten, die Schwarzen zu regieren und zu zivilisieren.

Alle Mächte, welche in den gedachten Gebieten Souveränitätsrechte oder einen Einfluß ausüben, verpflichten sich, die Erhaltung der eingeborenen Bevölkerung und die Verbesserung ihrer sittlichen und materiellen Lebenslage zu überwachen und an der Unterdrückung der Sklaverei und insbesondere des N****handels mitzuwirken; sie werden ohne Unterschied der Nationalität oder des Kultus alle (…) Einrichtungen und Unternehmungen schützen und begünstigen, welche (…) dahin zielen, die Eingeborenen zu unterrichten und ihnen die Vortheile der Civilisation verständlich und werth zu machen.

Der Kolonisator, der im anderen Menschen ein Tier sieht, nur um sich selber ein ruhiges Gewissen zu verschaffen, dieser Kolonisator wird objektiv dahingebracht, sich selbst in ein Tier zu verwandeln. (…)Man erzählt mir von Fortschritt und geheilten Krankheiten. Ich aber spreche von zertretenen Kulturen, (…) von Tausenden hingeopferten Menschen. (…) Ich spreche von Millionen Menschen, denen man geschickt das Zittern, den Kniefall, die Verzweiflung (…) eingeprägt hat.

Ergreift die Bürde des Weißen Mannes –
schickt die Besten aus, die ihr erzieht –
Bannt eure Söhne ins Exil
den Bedürfnissen eurer Gefangenen zu dienen;
in schwerem Geschirre aufzuwarten
verschreckten wilden Leuten –
euren neugefangenen verdrossenen Völkern,
halb Teufel und halb Kind.

Ich wurde bald unter die Decks gebracht und dort empfing meine Nase eine Begrüßung, die ich noch nie in meinem Leben erlebt hatte: mit der Abscheulichkeit des Gestanks und weinend, erbrach ich mich und wurde so krank, dass ich nicht in der Lage war zu essen (…). Ich wünschte mir jetzt den letzten Freund, den Tod, um mich zu entlasten. Aber bald, zu meiner Trauer, boten mir zwei von den weißen Männer Essen an. Auf meine Weigerung zu essen, hielt mich einer von ihnen an den Händen und legte mich hinüber zur Ankerwinde, band meine Füße fest, während der andere mich hart auspeitschte.

§2 (1) In den deutschen Kolonien sind Eheschließungen Deutscher oder Fremder mit: 1. Eingeborenen, 2. Angehörigen aus den nichtdeutschen Gebieten Afrikas, Australiens und der Südseeinseln, 3. Mischlinge[n] mit Eingeborenenbluteinschlag oder mit Bluteinschlag einer der unter Nr. 2 aufgeführten Völkerschaften, 4. Mischlinge[n] aus Verbindungen von Angehörigen der unter Nr. 1 bis 3 genannten Bevölkerungsteile verboten.
(…)
§ 6 Angehörige der in § 2 Nr. 1 bis 4 genannten Bevölkerungsteile, die in den deutschen Kolonien mit einer weißen Frau geschlechtlich verkehren, werden mit dem Tode bestraft.

Art. 3. Es können keine Sklaven auf diesem Territorium existieren, Gefügsamkeit ist hiermit für immer abgeschafft. Alle Menschen sind frei geboren, leben und sterben in Freiheit.
Art. 4. Alle Menschen, ungeachtet ihrer Farbe, sind für alle Berufe zugelassen.
Art. 5. Es gibt keine Unterschiede, außer der Tugend und Talent, oder andere Hoheitsrechte, die vom Gesetz her in öffentlicher Funktion ausgeführt werden.
Diese Gesetze sind für alle gleich, ob als Bestrafung oder als Schutz.

Wir verkünden und erklären hiermit feierlich im Namen und durch Autorität des Volkes dieser philippinischen Inseln, (…) dass sie frei sind (…); dass sie keinerlei Treue mehr zur Krone von Spanien haben; dass alle politischen Bindungen zwischen ihnen vollständig getrennt und annulliert werden sollten; und dass sie, wie andere freie und unabhängige Staaten, die volle Macht genießen, Krieg zu führen und Frieden zu schließen, Handelsverträge abzuschließen, Bündnisse einzugehen, den Handel zu regeln und alle anderen Handlungen und Dinge zu tun, zu denen ein unabhängiger Staat ein Recht hat.

Die Piru-Indianer glaubten gewöhnlich, dass die Seelen nach diesem Leben weiterlebten (…). Zu diesem Zweck legten sie ihren Nachkommen Kleider an und brachten Opfer dar. (…) So töteten sie an dem Tag, an dem sie starben, die Frauen, die ihnen gefallen hatten, und Diener und Beamte, damit sie ihnen im anderen Leben dienen würden. (…) Der gleiche Aberglaube und die Unmenschlichkeit, Männer und Frauen für die Begleitung und den Dienst der Verstorbenen im Jenseits zu töten, haben andere barbarische Nationen benutzt und benutzen sie noch immer.

Ich bin wütend auf die Priester und all diejenigen, die zu dieser Mission gehören. Denn wir leben hier auf meinem Land. Ich hasse sie, weil sie in das Land meiner Vorfahren eindringen und unsere Stammesgebiete ausplündern. (…) Ich bin [zur Missionsstation] gekommen, um die dreckigen Feiglinge zum Kampf zu inspirieren und um nicht den Mut zu verlieren beim Anblick der spanischen Stöcke, die Feuer und Tod spucken, und nicht zu würgen beim üblen Geruch von Pistolenrauch – um fertig zu werden mit den weißen Eindringlingen!

England hat in Indien eine doppelte Mission zu erfüllen: eine zerstörende und eine erneuernde – die Zerstörung der alten asiatischen Gesellschaftsordnung und die Schaffung der materiellen Grundlagen einer westlichen Gesellschaftsordnung in Asien. Die Araber, Türken, Tataren, Moguln, die Indien nacheinander überrannten, wurden rasch hinduisiert (…). Die britischen Eroberer waren die ersten, die auf einer höheren Entwicklungsstufe standen und daher der Hindu-Zivilisation unzugänglich waren.

Ja, meine Sünde – eine meiner größeren Sünden und vielleicht meine größte Sünde ist, dass ich Irans Ölindustrie verstaatlicht habe das System politischer und wirtschaftlicher Ausbeutung durch das größte Imperium der Welt beendete. Das auf Kosten meiner selbst, meiner Familie; und auf die Gefahr, mein Leben, meine Ehre und mein Eigentum zu verlieren. Mit Gottes Segen und dem Willen des Volkes kämpfte ich gegen dieses wilde und schreckliche System der internationalen Spionage und des Kolonialismus.

Wir werden die Verhältnisse einer über 500-jährigen kolonialen Realität nicht weiter dulden. Dies gilt für sämtliche aktuelle Diskurse und Praktiken, für Theorien, für Debatten und die Arbeitspraxis. Wir werden uns nicht länger von staatlichen und nichtstaatlichen Vertreter*innen, von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Akteur*innen, von etablierten oder eben erst in Erscheinung getretenen Förder*innen unsere Perspektive auf das Feld Migration und Entwicklung diktieren lassen.

Ich werde sterben. Aber ich werde zurückkommen und Millionen sein.

vor
1500
1501
to 1600
1601
to 1700
1701
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