[Sowohl] die Verbesserung des Gesundheitswesens und damit die einschneidende Senkung der Sterblichkeitsraten (…) als auch die Expansion des Bildungswesens [sind] zwei positive Ausprägungen des Kolonialismus in Afrika. (… ) Außerdem hat sie den sozialen und kulturellen Wandel in der Region beschleunigt. (…) Kolonialherrschaft (…) konnte den Vorrang lokaler sozialer Identitäten – wie den der Familie, der Dorfgemeinschaft, des Clans, der Altersgruppe und der Volksgruppe – vor abstrakteren, allgemeineren Identitäten wie die der Nation nicht beenden.

Am Anfang erzählte ich allen, ich sei aus Trinidad, damit ich nicht über Sri Lanka und den Krieg sprechen musste. Ich wollte nicht sagen, dass ich ein Flüchtling bin.

Wir wollen keine Touristenhotels! Weiße haut ab! Was wir wollen ist unser Land zurück! Unsere Hilfsgelder! Fischerfamilien verhungern!

Diese Migranten sind wie Kakerlaken. Sie sehen vielleicht ein wenig aus wie Bob Geldofs Ethiopien seit 1984, aber sie sind in der Lage einen nuklearen Schlag zu überleben.

Deutschland ist jetzt als Kolonialmacht zu betrachten und damit in der Lage, eine Konferenz in Berlin vorzuschlagen. Man wird unser Land hören auf diesem wichtigen Kongress, der darauf zielt, die Grundlagen der zukünftigen Regierung für diese weiten Gebiete zu schaffen.

Kolonialpolitik zu betreiben kann unter Umständen eine Kulturtat sein. (…) Kommen die Vertreter kultivierter und zivilisierter Völkerschaften, wie es z. B. die europäischen Nationen und die nordamerikanische sind, zu fremden Völkern als Befreier, als Freunde und Bildner, als Helfer in der Not, um ihnen die Errungenschaften der Kultur und Zivilisation zu überbringen, um sie zu Kulturmenschen zu erziehen, geschieht das in dieser edlen Absicht und in der richtigen Weise, dann sind wir (…) die ersten, die eine solche Kolonisation als große Kulturmission zu unterstützen bereit sind.

Die Kolonialgeschichte prägt immer noch Ressourcentransfers, neokoloniale Herrschaftsstrukturen, Gläubiger-Schuldner-Beziehungen, Arbeitsmigration sowie die ‘Wahl’ von Kriegsschauplätzen, denn Kriege finden meist in ehemaligen Kolonien und nicht in Europa oder den USA statt. Migration ist ein Phänomen, das deutlich macht, dass die Distanz zwischen einstiger Kolonie und Kolonialmacht nicht besonders groß ist. Denn aufgrund des historisch-kolonialen Kontextes kommen die Menschen nach Europa. Es ist eine Geschichte der Macht: Europa hat zwar keine Kolonien mehr, aber es gibt eine neokoloniale Ordnung, die ein integraler Bestandteil des globalen neoliberalen Kapitalismus ist.

Im eigentlichen Afrika ist es die Sinnlichkeit, bei der der Mensch stehenbleibt, sinnlicher Genuß, große Muskelkraft, die Arbeit auszuhalten, kindliche Gutmütigkeit, aber auch gedanken- und gefühllose Grausamkeit. […] Diese Völker sind aus sich nie herausgekommen, haben in der Geschichte keinen Fuß gefaßt. […] Dieses Afrika bleibt in seiner ruhigen, trieblosen, aus sich nicht treibenden Sinnlichkeit und ist noch nicht in die Geschichte eingetreten und hat keinen weiteren Zusammenhang mit der Geschichte, als daß die Einwohner zu Sklaven in ärmerer Zeit gebraucht wurden.

Der Kampf für Baum und Wald ist vor allem ein antiimperialistischer Kampf. Denn der Imperialismus ist der Pyromane unserer Wälder und Savannen.

Unter den wilden Fischer- und Jägervölkern ist jedes arbeitsfähige Individuum mehr oder weniger mit einer nützlichen Arbeit beschäftigt (…). Solche Völkerschaften sind indessen so jämmerlich arm (…). Unter zivilisierten und blühenden Völkern hingegen ist, wenn auch eine große Zahl von Menschen gar nicht arbeitet (…), dennoch der Ertrag der ganzen Arbeit der Gesellschaft so groß, daß alle versorgt sind und ein Arbeiter (…), von den Bedürfnissen und den Annehmlichkeiten des Lebens einen größeren Teil sich erwerben kann, als ein Wilder sich zu verschaffen imstande ist.

Er ist schön, kokett, anziehend, höflich, liebenswürdig und an der Brust wie eine Nachtigall. Sein Haar ist wie Hyazinth (roter Edelstein), sein Grübchen eine Rose, sein Blick wie der Henker, seine Farbe wie Buchsbaumholz, sein Kehlkopf wie Stahl, sein Hinterteil wie eine Kristallschale, sein Nabel wie eine Lichtquelle, seine Waden sind wie silberne Säulen, seine Füsse wie Silberbarren, seine Stirnlocken wie Seidenfransen.

Sobald ihr in die Gebiete des Feindes kommt, wird euch bewusst werden, was die Unterdrückung durch den weißen Mann bedeutet. Imposante, prächtige Gebäude blicken von Bergeshöhen oder Hügeln auf die winzigen Hütten der Eingeborenen herab. Finanziert wird der luxoriöse Lebensstil der Weißen mit dem Geld, das diese kleine Minderheit durch blutige Unterdrückung aus den Asiaten herauspresst.

Sie lehren ihnen eigenen Leute, ihren Herren nicht zu gehorchen, sie hassen den König, verspotten die Ältesten, verurteilen die Bojaren (Fürsten), betrachten die dem König ergebenen als niederträchtig und verbieten den Leibeigenen für ihre Herren zu arbeiten.

Ich ging in die Spielzeugabteilung, die ebenfalls nach Geschlechtern organisiert war. Spielzeug für Jungen ist überwiegend ‘aktiv’ und verlangt nach einer Betätigung – Züge, Autos – und Spielzeug für Mädchen ist überwiegend ‘passiv’ und besteht zu einem überwältigenden Prozentsatz aus Puppen. Ich war schockiert. Mir war nicht klar, wie früh unsere Kultur festlegt, wie ein Junge und wie ein Mädchen sein sollten. Ich wünschte mir, Spielzeug wäre nach Kategorien sortiert, nicht nach Geschlechtern.

Wir sahen das weite offene Flachland, die schönen sanft geschwungenen Hügel, die schlängelnden Bäche mit verworrenem Bewuchs, nicht als wild. Für uns war es zahm. Nur für weiße Menschen war Natur eine Wildnis.

Die Frau suche [beim Gottesdienst] Belehrung durch stilles Zuhören in aller Unterordnung; dagegen gestatte ich keiner Frau, Lehrvorträge zu halten oder sich die Gewalt über den Mann anzumaßen; nein, sie soll in stiller Zurückhaltung verbleiben. Denn Adam ist zuerst geschaffen worden, danach erst Eva; auch hat nicht Adam sich verführen lassen, sondern die Frau ist dadurch, daß sie sich hat verführen lassen, in Übertretung geraten.

Nachdem er den versammelten Generälen seine wahre Absicht bekannt gemacht hat – den Eingeborenen von Haiti für immer eine stabile Regierung zu gewährleisten (…), das Land unabhängig zu machen und die Freiheit zu genießen, (…) Ausdruck verlieh; holte er ihre Meinungen ein, und forderte von jedem der versammelten Generäle ein Gelübde, Frankreich für immer zu entsagen und eher sterben, als unter deren Herrschaft zu leben und bis zu ihrem letzten Atemzug für die Unabhängigkeit zu kämpfen.

Die Polizei kommt, um unsere Mieten einzutreiben. Die Schutzinstitution für Aboriginals findet, dass es wichtig ist für colored Menschen, ihre Miete zu bezahlen. Aber weiße Menschen haben nie daran gedacht, Miete zu bezahlen für das ganze Land, dass sie von unseren Vorfahren weggenommen haben.

Diese blauaugichte Unholdin ward schwängern Leibes hiehergebracht, und von den Schiffleuten hier zurükgelassen; du, mein Sclave, warest nach deiner eignen Aussage, damals ihr Diener. Und weil du zu Verrichtung ihrer irdischen und abscheulichen Aufträge ein zu zärtlicher Geist warst (…) schloß sie dich in ihrer unerbittlichen Wuth, mit Hülfe ihrer stärkern Diener in eine gespaltne Fichte, in deren Klamme eingekerkert du zwölf peinvolle Jahre verharren mußtest, bis sie starb und dich in diesem elenden Zustand ließ, worinn du die Gegend umher (…) mit Aechzen und Winseln erfülltest.

Integration bedeutet zwangsläufig ein gutes Stück Assimilation an die deutsche Leitkultur und deren Kernwerte.

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